Österreichischer Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wurde vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance im Jahr 2002 präsentiert und liegt seit Jänner 2009 in einer Neufassung auf.

Der Kodex versteht sich als freiwillige Selbstverpflichtung und geht über die gesetzlichen Anforderungen an eine Aktiengesellschaft hinaus. Er zielt auf eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle, die sämtliche Rechte und Pflichten aller Anspruchsgruppen (Stakeholder) - Management, Aufsichtsrat, Mitarbeiter, Aktionäre und sonstige Öffentlichkeit - sowie deren Verhältnis untereinander regelt.

Mit diesem Kodex soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Anspruchsgruppen garantiert werden. Im Dezember 2007 wurde der Kodex ergänzend interpretiert und umfasst nunmehr auch Europäische Aktien-gesellschaften (SE) mit Sitz in Österreich.

Der österreichische Corporate Governance Kodex umfasst insgesamt 83 Regelungen, die in drei Kategorien unterteilt sind:
  1. Legal Requirement (L):
    Regel beruht auf zwingenden Rechtsvorschriften

  2. Comply or Explain (C):
    Regel soll eingehalten werden; eine Abweichung muss erklärt und begründet werden, um ein kodexkonformes Verhalten zu erreichen

  3. Recommendation (R):
    Regel mit Empfehlungscharakter; Nichteinhaltung muss weder offen gelegt noch begründet werden

Hinweis: Den vollständigen Originaltext des Kodex finden Sie unter www.corporate-governance.at